SG Praunheim 1908 e.V.

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Die Sportgemeinschaft Praunheim 1908 e. V. stellt sich vor

Im Verhältnis zu dem Alter von 1200 Jahren unseres Ortteils sind wir noch ein junger Verein. Gemessen an unserer schnelllebigen Zeit ist dies aber doch auch ein schönes Alter. Fußball wird in Praunheim aber schon länger gespielt. Irgendwann in der Zeit ab 1884 fanden sich in der damaligen „Turngemeinde von 1884“ auch schon Mitglieder, die den Ball, entsprechend einer aus England herüberschwappenden Modewelle, mit dem Fuß traktierten.

Da diese Gruppe in dem damaligen Verein nur mangelhaft unterstützt wurde, gliederte sie sich 1911 aus und gründete 15.04.1911 einen eigenen Fußballverein, den FSV Praunheim von 1911. Am 13.02.1921 kam es dann zum Zusammenschluß des FSV Praunheim 1911 mit der „Freien Turnerschaft von 1908“. Damit wurde der heutige Verein gleich 3 Jahre älter. Auch wenn durch politische Entscheidungen in 1926 nochmals eine Trennung verordnet wurde, kam es nach dem Verbot der „Freien Turner“ in 1933 wieder zu einem Zusammenschluß, da sich die Fußballer des verbotenen Vereins dem FSV anschlossen. Zwischenzeitlich stieß dann im Jahr 1945 auch noch die Turngemeinde 1884 dazu und der neue Name lautete seitdem „Sportgemeinschaft Praunheim“. Auch nach der Ausgliederung der Turngemeinde von 1884 am 31.05.1947 blieb es bei diesem Namen, lediglich das Gründungsjahr reduzierte sich wieder auf das Jahr „1908“ und es wurde wieder ein reiner Fußballverein.

Wie überall fehlte es dem Verein meistens an Geld und so waren mache Maßnahmen nur durch die tatkräftige Mithilfe der Vereinsmitglieder möglich. Im Jahr 1950 entstand so das erste Umkleidegebäude auf der Sportanlage (vorher mußte man sich in der Turnhalle im alten Pumpwerk umziehen), welches heute noch als Geräte- und Ballhaus genutzt wird. Die Stadt Frankfurt richtete 1961 dann einen 2. Platz als Hartplatz her. Hier wurde dann 1964 in Eigenleistung die Flutlichtanlage gebaut und 1965 eine Holzhütte als Vorläufer des heutigen Clubhauses errichtet. Die Holzhütte wurde dann 1974 durch unser jetziges Clubhaus abgelöst und diente fortan als Jugendhütte bis sie 1996 durch ein Steinhaus ersetzt wurde.

Der Jugendarbeit gilt auch nach wie vor das Hauptaugenmerk in unserem Verein. Dies ist uns ein wichtiges Ziel und dient auch zum großen Teil dem sozialen Frieden in unserem Ortsteil. Hierfür wurden wir dann auch belohnt und erhielten dafür schon zum zweiten Mal die „Sepp Herberger Ehrenplakette“ des Deutschen Fußballbundes.

Ein wichtiges Kapitel der Vereinsgeschichte war 1971 die Gründung einer Frauenfußball-abteilung. Der Frauenfußball nahm nach der Aufhebung des Verbots durch den DFB einen ungeahnten Aufschwung. Speziell in unserem Verein war dieser Aufschwung auch von entsprechenden sportlichen Erfolgen begleitete. So spielten die Mannschaften jeweils in den höchst möglichen Leistungsklassen und seit Einführung 1990 in der Frauenfußballbundesliga. In dieser Zeit gewannen sie zweimal das DFB-Hallenmasters und wurden zweimal Vizemeister. In der Spielzeit 1998/99 trennten sich dann aber die Wege, die Frauen gliederten sich aus und gründeten ein eigenen Verein. Das ausgerechnet im 90. Jubiläumsjahr!

Zur Historie sind noch ein paar Personen namentlich zu erwähnen. Dies sind Karl Jamin, welchem 1945 nach Aufhebung des Verbots der Alliierten die Neugründung des Vereins zu verdanken war. Weiter die beiden bisherigen Ehrenvorsitzenden Wilhelm Landvogt und Reelf Menkhof sowie der bisher einzige Ehrenspielführer Wilhelm Müller.

Unsere Sportanlage befindet sich an der „Praunheimer Hohl“, postalisch sind wir über eine Postanschrift erreichbar:
Postfach 500 216, 60392 Frankfurt am Main

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